Vokabeln
Beim Kendo versuchen wir so viele japanische Begriffe zu benutzen wie möglich. Das kann am Anfang ein bisschen befremdlich und verwirrend wirken, man gewöhnt sich aber ziemlich schnell daran. Das Coolste daran ist, dass man damit weltweit trainieren kann, auch wenn man die Landessprache vielleicht nicht spricht. Ist ja alles japanisch!
Hier findest du ein paar Vokabeln, die du kennen solltest:
Wichtige Befehle
Kendo-Befehle sind kurz und prägnant und auf japanisch. Die wichtigsten Befehle für den Anfang sind hier aufgelistet:
Japanisch | Deutsch |
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seiretsu! | Reihe bilden. Die Kendoka stellen sich in einer Reihe auf. Die Kendoka stehen gerade und schauen geradeaus. Die Reihenfolge der Kendoka ist wichtig, damit das Training reibungslos abläuft. |
seiza!/ chakuza! | Setzen. Die Kendoka knien sich hin und setzen sich auf ihre Fersen. Die Hände liegen auf den Oberschenkeln. Die Kendoka sitzen gerade und schauen geradeaus. Seiza zeigt Respekt und Disziplin. |
mokuso! | Meditation. Die Kendoka setzen sich in Seiza und schließen die Augen. Sie atmen tief ein und aus und konzentrieren sich auf das Training. Mokuso ist wichtig, um den Geist zu beruhigen und sich auf das Training vorzubereiten. |
kiritsu! | Aufstehen. Die Kendoka stehen auf und richten sich gerade auf. Sie schauen geradeaus und warten auf weitere Anweisungen. |
rei! | Verbeugung. Die Kendoka verbeugen sich vor dem Sensei, dem Fukucho und den anderen Kendoka. Die Verbeugung ist ein Zeichen des Respekts und der Höflichkeit. |
shomen ni rei! | Verbeugung vor dem Schrein. Die Kendoka verbeugen sich vor dem Schrein, der in der Mitte des Dojos steht. Das Dojo ist ein heiliger Ort, an dem die Kendoka trainieren und meditieren. |
sensei ni rei! | Verbeugung vor dem Sensei. Die Kendoka verbeugen sich vor dem Sensei, der das Training leitet. Der Sensei ist ein erfahrener Kendoka, der die Kendoka anleitet und motiviert. |
hajime! | Beginnen. Die Kendoka beginnen mit der Übung, die der Sensei ihnen gezeigt hat. |
yame! | Stoppen. Die Übung muss sofort gestoppt werden. Die Kendoka stellen sich gerade auf und warten auf weitere Anweisungen. |
kamae! | Kampfstellung einnehmen. Die Kendoka ziehen symbolisch das Schwert aus der Saya und nehmen die Kampfstellung ein. |
osameto! | Schwert wegstecken. Das Shinai oder Bokuto werden symbolisch in die Saya gesteckt. |
Zahlen
Alles was wir zählen, zählen wir auf japanisch.
Japanisch | Deutsch |
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ichi | Eins |
ni | Zwei |
san | Drei |
shi | Vier |
go | Fünf |
roku | Sechs |
nana | Sieben |
hachi | Acht |
kyuu | Neun |
juu | Zehn |
ni juu | Zwanzig |
san juu | Dreißig |
yon juu | Vierzig |
go juu | Fünfzig |
roku juu | Sechzig |
nana juu | Siebzig |
hachi juu | Achtzig |
kyuu juu | Neunzig |
hyaku | Hundert |
Equipment
Alles was wir anziehen hat (nur) einen japanischen Namen.
Japanisch | Deutsch |
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gi | Die Jacke, die wir beim Kendo tragen. Der Gi ist locker geschnitten, damit wir uns frei bewegen können. |
hakama | Die traditionelle japanische Hose. Sie wird von Männern und Frauen getragen. Kendoka tragen traditionell eine Hakama in Indigo mit sieben Falten, die die sieben Tugenden des Bushido symbolisieren. |
bogu | Die Rüstung, die wir beim Kendo tragen. Sie besteht aus Kopfschutz (Men), Brustschutz (Do), Handschutz (Kote) und Leistenschutz (Tare). |
men | Der Kopfschutz, den wir beim Kendo tragen. Er hat ein Metallgitter, das das Gesicht schützt und Kopfpolster, das den Kopf schützt. Der Men hat zwei Flügel an den Seiten, die die Ohren und Schulter schützen. Unter dem Helm tragen wir eine Kopfbedeckung (Tenugui), die den Schweiß aufnimmt. |
do | Der Brustschutz, den wir beim Kendo tragen. Er besteht aus einer Platte aus Plastik- bzw. Bambus, die den Oberkörper schützt. |
tare | Der Leistenschutz, den wir beim Kendo tragen. Er besteht aus einem Gürtel, der den Brustschutz hält, und einem Schutz für die Leiste. Der Leistenschutz ist mit einem Kastenmuster genäht. Über die Tare ziehen wir eine Stofftasche (Zekken), auf der unser Name und unser Dojo, Team bzw. Land steht. |
kote | Die Handschuhe, die wir beim Kendo tragen. Die Kote sind so konstruiert, dass sie den Schlag des Shinai absorbieren. Sie schützen so die Hände und Unterarme. Sie bestehen aus einer Handfläche aus Leder und einem Unterarmschutz. Die Handfläche ist mit einem Kastenmuster genäht. |
tenugui | Ein Tenugui ist ein dünnes Tuch, das um den Kopf gewickelt wird. Es nimmt den Schweiß auf und schützt den Kopf vor dem Helm. Tenuguis sind in verschiedenen Farben und Mustern erhältlich. Sie sind oft mit Schriftzeichen oder mit den Logos von Verantaltungen oder Vereine bedruckt. Tenuguis werden auch als Geschenk oder Souvenir gegeben, da sie sehr praktisch sind und in Japan als Glücksbringer gelten. Tenuguis kannst du direkt bei uns im Shop kaufen! |
zekken | Die Stofftasche, die wir beim Kendo tragen über die Tare. Der Name des Kendoka muss auf dem Zekken stehen, damit die Schiedsrichter den Kendoka identifizieren können. Laut Regelwerk des Deutschen Kendobundes muss der Name in lateinischen Buchstaben geschrieben sein. Der Name des Dojos, Teams oder Landes kann in lateinischen oder japanischen Schriftzeichen geschrieben sein. |
shinai | Ein Shinai ist ein Übungsschwert aus Bambus. Es besteht aus vier Bambusstäben, die in einem Griff zusammengebunden sind. Die Spitze des Shinai ist mit Leder umwickelt. Das Shinai ist so konstruiert, dass es durch das Austauschen der Einzelteile repariert werden kann. Es ist wichtig, dass das Shinai regelmäßig gepflegt wird, um Verletzungen zu vermeiden. Die Einzelteile des Shinais haben alle eine Funkion und einen Namen. Shinai werden beim Kendo benutzt, um den Gegner zu schlagen. Für Kata wird in Kendo ein Bokuto benutzt. |
bokuto | Ein Bokuto ist ein Holzschwert. Es wird beim Kendo für Kata benutzt. Ein Bokuto ist schwerer als ein Shinai und hat eine andere Form. Ein Bokuto ist so konstruiert, dass es wie ein echtes Schwert aussieht und sich auch so anfühlt. Ein Bokuto ist aus einem Stück Holz geschnitzt und hat keine Einzelteile, die ausgetauscht werden können. Ein Bokuto ist ein wichtiges Trainingsgerät, um die Techniken des Kendo zu üben. Bokutos kannst du direkt bei uns im Shop kaufen! |
tsuba | Das Stichblatt. Es wird auf das Shinai oder Bokuto gesteckt, um die Hände zu schützen. Das Stichblatt ist aus Kunststoff oder Leder und hat ein Loch in der Mitte, durch das das Schwert gesteckt wird. Tsubas kannst du direkt bei uns im Shop kaufen! |
obi | Der Gürtel, der den Gi zusammenhält. Die Schwertscheide (Saya) wird auch mit einem Obi zusammengehalten. |
saya | Die Schwertscheide. Sie wird mit einem Obi zusammengehalten. |
Shinai
Im Kendo dreht sich alles um das Shinai. So wie die Katana der Samurai, ist das Shinai das Schwert des Kendoka. Hier findest du die wichtigsten Teile des Shinai. Nur wenn man die Teile des kennt, kann man das Shinai richtig pflegen, reparieren und es als Waffe beherrschen. Shinai kommen in verschiedenen Größen, die in Shaku (alte japanische Längeneinheit) gemessen werden. Die Größe des Shinai hängt von der Körpergröße des Kendoka ab. Erwachsene männliche Kendoka benutzen ein 39 Shinai, weibliche ein 38 oder wahlweise ein 39 Shinai. Kinder benutzen kleinere Shinai.
Japanisch | Deutsch |
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tsuka | Der Griff des Shinai. Die Tsuka bezeichnet ein Bereich des Shinai, die weiße Hülle um den Griff nennt man Tsukagawa. |
tsukagawa | Der weiße Griff des Shinai. Die Tsukagawa ist üblicherweise aus Leder. Die Tsukagawa liegt zwischen den Streben des Shinai und den Händen bzw. Kote. Sie hält die Streben zusammen. |
kissaki | Die Spitze des Shinai. Sie ist mit Leder umwickelt (Sakigawa) und wird benutzt, um Tsuki zu schlagen. |
sakigawa | Die Spitzenhülle. Die Sakigawa ist ein Lederstück, das die Spitze des Shinai schützt. Die Sakigawa wird über die Kissaki gestülpt und mit einem speziellen Knoten an der Tsuru gebunden. Die Sakigawa schützt den Gegner vor Verletzungen und verhindert, dass das Shinai auseinanderfällt. |
monouchi | Der vordere Bereich des Shinai zwischen Kissaki und Nakayui. Ein gültiger Treffer erfolgt durch das Schlagen mit dem Monouchi auf Kote, Men oder Do. Der Monouchi ist die empfindlichste Stelle des Shinai und muss regelmäßig gepflegt werden. |
nakayui | Die Nakayui ist ein Lederbändchen, das um das Shinai gebunden wird. Es hält die Streben des Shinai zusammen und verhindert, dass das Shinai auseinanderfällt. Die Nakayui ist ein wichtiges Teil des Shinai und muss regelmäßig überprüft werden, dass es fest sitzt. Wenn die Nakayui locker ist, muss das Shinai neu gebunden werden. Die Nakayui markiert das Ende des gültigen Trefferbereichs. |
tsuru | Die Schnur, die die Streben des Shinai zusammenhält. Die Tsuru ist oft gelb oder weiß. Sie wird mit einem speziellen Knoten an der Kissaki und der Tsukagawa gebunden. Die Tsuru signalisiert außerdem den Schwertrücken, d.h. die Rückseite des Shinai mit der nicht scharfen Seite. Es ist wichtig, dass die Tsuru fest gebunden ist, damit das Shinai nicht auseinanderfällt. Vor jedem Training muss überprüft werden, ob das Shinai richtig zusammengebunden ist. Wenn die Tsuru locker ist, muss das Shinai neu gebunden werden. |